Willkommen beim Lanxess Geschäftsbericht 2012!

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Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 31. Dezember 2012 betrug 7.519 Mio. €. Sie lag damit um 641 Mio. € bzw. 9,3 % über dem Wert zum Vorjahresende. Diese Entwicklung war insbesondere auf die unterjährig getätigten Investitionen in Sachanlagen, die Erhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie den Anstieg des Working Capital zurückzuführen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verringerte sich von 50,7 % auf 49,8 %. Auf der Passivseite stieg insbesondere das langfristige Fremdkapital aufgrund der im Geschäftsjahr begebenen Anleihen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 31,0 % nach 30,2 % im Vorjahr.

Bilanzstruktur – Aktiva
Grafik: Bilanzstruktur – Aktiva

Das langfristige Vermögen wuchs um 258 Mio. € bzw. 7,4 % auf 3.747 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich dabei vor allem aufgrund von Investitionen und Akquisitionen um 332 Mio. € auf 3.384 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 696 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 679 Mio. €. Die Abschreibungen betrugen im gleichen Zeitraum 378 Mio. € nach 325 Mio. € im Vorjahr. Der Equity-Beteiligungsbuchwert verringerte sich um 4 Mio. € bzw. 33,3 % auf 8 Mio. €. Die Veränderung resultierte insbesondere aus der Fortschreibung des anteiligen Eigenkapitals an der Currenta GmbH & Co. OHG. Hinzu kam die Ergebnisentwicklung der als Joint Venture geführten Gesellschaft LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd. (China). Die Entwicklung der sonstigen Beteiligungen war wesentlich beeinflusst durch den Erwerb einer strategischen Minderheitsbeteiligung an der BioAmber Inc., Minneapolis (USA), sowie einen kompensierenden Effekt aus der Marktbewertung der Gevo Inc., Englewood (USA), infolge der aktuellen Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte sanken insbesondere durch die Veräußerung von sonstigen Wertpapieren um 74 Mio. € bzw. 90,2 % auf 8 Mio. €.

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 3.772 Mio. € um 383 Mio. € bzw. 11,3 % über dem Vorjahreswert. Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 50,2 % nach 49,3 % im Vorjahr. Der Wert der Vorräte erhöhte sich dabei um 141 Mio. € auf 1.527 Mio. €. Bei einem geringfügig negativen Währungseffekt war dies im Wesentlichen die Folge leicht erhöhter Bestände unter anderem in Vorbereitung einer Technologieumstellung an unserem niederländischen Standort in Geleen Anfang 2013. Die Kennzahl zur Lagerreichweite (DSI) lag bei 64,7 nach 60,1 im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund leicht negativer Währungseffekte um 29 Mio. € auf 1.117 Mio. €. Die Kennzahl zur Forderungsdauer (DSO) lag bei 47,4 nach 49,9 im Vorjahr. Geringfügige Portfolioeffekte aus den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen hatten keinen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Working Capital. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich aufgrund der im Geschäftsjahr vorgenommenen Finanzierungsmaßnahmen in Summe gegenüber dem Jahresende 2011 um 269 Mio. € auf 797 Mio. €.

In der Bilanz des LANXESS Konzerns sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum durch eine Vielzahl an Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützten dadurch die anhaltend erfolgreiche Positionierung unserer Business Units im Markt.

Daneben stellen unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen einen signifikanten immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, konsequent an unserer Preis-vor-Menge-Strategie festzuhalten. Unsere spezifische Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir Mehrwert für unsere Kunden.

Das Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sind tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.

Bilanzstruktur – Passiva
Grafik: Bilanzstruktur – Passiva

Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter 2.331 Mio. € nach 2.074 Mio. € im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote betrug 31,0 % nach 30,2 % zum Jahresende 2011. Der Anstieg des Eigenkapitals resultierte insbesondere aus dem positiven Konzernergebnis. Dem standen in Summe negative Währungsumrechnungsdifferenzen im kumulierten übrigen Eigenkapital sowie die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der LANXESS AG im Mai 2012 von 71 Mio. € gegenüber.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2012 um 843 Mio. € auf 3.558 Mio. €. Dies ist vor allem auf die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen, die mit 2.167 Mio. € um 702 Mio. € über dem Wert zum Vorjahresstichtag lagen. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer im November 2012 begebenen Euroanleihe über 500 Mio. €. Darüber hinaus wurden neben einer in chinesischen Offshore-Renminbi emittierten Anleihe im Volumen von 500 Mio. CNH – umgerechnet 60 Mio. € – zwei weitere Anleihen über jeweils 100 Mio. € mit Laufzeiten von 10 beziehungsweise 15 Jahren begeben. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen gegenüber dem Jahresende 2011 um 213 Mio. € auf 892 Mio. € an. Der wesentliche Grund hierfür war eine Reduzierung der zur Bewertung herangezogenen Zinssätze. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme lag mit 47,3 % signifikant über dem Wert von 39,5 % zum Jahresende 2011.

Das kurzfristige Fremdkapital lag mit 1.630 Mio. € um 459 Mio. € bzw. 22,0 % deutlich unter dem Wert zum 31. Dezember 2011. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus der planmäßigen Tilgung der fälligen Euroanleihe aus 2005. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen aufgrund leicht erhöhter Einkaufsvolumina mit 795 Mio. € geringfügig über dem Wert von 766 Mio. € zum Jahresende 2011. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme betrug 21,7 % am 31. Dezember 2012 nach 30,3 % zum Vorjahresende.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 32 Mio. € auf 1.483 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen, Zinsen und Dividenden sowie das Working Capital wurden dabei überkompensiert durch die hohen Zuflüsse aus dem operativen Geschäft.

Die Entwicklung wesentlicher bilanzbezogener Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:

Bilanzkennzahlen            
             
in %   2008 2009 2010 2011 2012
             
Eigenkapitalquote Eigenkapital1) 29,2 28,5 31,1 30,2 31,0
Bilanzsumme
Vermögensquote Langfristige Vermögenswerte 47,2 47,0 48,3 50,7 49,8
Bilanzsumme
Vermögensdeckungsgrad I Eigenkapital1) 61,7 60,7 64,3 59,4 62,2
Langfristige Vermögenswerte
Vermögensdeckungsgrad II Eigenkapital1) und langfristiges Fremdkapital 151,8 165,8 153,9 137,3 157,2
Langfristige Vermögenswerte
Finanzierungsstruktur Kurzfristiges Fremdkapital 40,0 30,9 37,2 43,5 31,4
Fremdkapital
1) Einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter.

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