Willkommen beim Lanxess Geschäftsbericht 2012!

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Voraussichtliche Entwicklung der Rahmenbedingungen

Allgemeine Rahmenbedingungen

Wir gehen davon aus, dass sich die konjunkturellen Schwierigkeiten in den Industriestaaten im Laufe des Jahres 2013 nur graduell verringern werden. Auch die Wachstumsmärkte dürften sich dem herausfordernden Umfeld in den etablierten Wirtschaftsräumen nicht entziehen können. Die Dynamik des globalen Wachstums sollte daher auch im Jahr 2013 mit einer Rate von 2,0 % nur schwach ausfallen.

Selbst diese vorsichtige Prognose unterliegt dabei noch wesentlichen Risiken, zu denen die politische Unsicherheit hinsichtlich der Fiskalsituation in den USA und der Staatsverschuldung in Europa beiträgt. Die Lage im Nahen Osten und in Afrika stellt derzeit das höchste Risiko im Hinblick auf politische Instabilitäten dar.

Das BIP-Wachstum im NAFTA-Raum wird sich unseren Einschätzungen zufolge in etwa auf Vorjahresniveau bewegen und 2,0 % erreichen. Da die Probleme in Europa weiterhin noch nicht gelöst sind, eine weitere Verschärfung aber auch nicht zu erwarten ist, gehen wir von einer wirtschaftlichen Stagnation aus. In der ersten Jahreshälfte 2013 dürften dabei noch rezessive Tendenzen vorherrschen, woran sich in der zweiten Jahreshälfte eine Erholung anschließen könnte. Unsere Prognose für Westeuropa geht daher ebenfalls von einem Nullwachstum aus. Mit 4,0 % dürfte Asien etwas stärker wachsen als 2012.

Erwartetes BIP-Wachstum
       
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)1) Bruttoinlandsprodukt
     
2013 2014 2015–2017
       
Amerika 2,0 3,0 3,0
NAFTA 2,0 3,0 3,0
Lateinamerika 3,5 4,5 4,0
EMEA 0,5 1,5 2,5
Deutschland 0,5 1,0 1,5
Westeuropa 0,0 0,5 2,0
Mittel-/Osteuropa 2,0 3,5 4,0
Asien/Pazifik 4,0 5,0 5,0
Welt 2,0 3,0 3,5
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anmerkung: Daten basieren auf Erwartungen i. W. vom Februar 2013 des IHS Global Insight.

Die geopolitische Lage wird unserer Einschätzung nach weiterhin zu einer hohen Volatilität im Rohstoffbereich beitragen. Der Trend zu höheren Beschaffungskosten, insbesondere für petrochemische Rohstoffe, dürfte anhalten. Hinsichtlich der Energiepreise ist für die kommenden Jahre von einem weiteren Anstieg auszugehen.

Für den US-Dollar erwarten wir 2013 eine volatile Entwicklung in einer Bandbreite von 1,25 bis 1,40 USD/€ im Vergleich zum Stichtagskurs von 1,32 USD/€ am 31. Dezember 2012.

Künftige Entwicklung der chemischen Industrie

Die chemische Industrie wird unserer Einschätzung nach dem Trend der makroökonomischen Rahmenbedingungen folgen. Wir prognostizieren für 2013 mit 3,0 % ein eher unterdurchschnittliches Wachstum, das erneut von der geringen Nachfrage im NAFTA-Raum und in Westeuropa geprägt sein dürfte. Die aufstrebenden Volkswirtschaften werden unverändert die Haupttreiber des globalen Wachstums darstellen. So erwarten wir in China ein Wachstum von 7,5 % und in Indien von 5,5 %. Das Wachstum des asiatisch-pazifischen Raums insgesamt dürfte bei 5,5 % liegen. Für Südamerika sehen wir mit einem Wachstum von 3,5 % wieder positivere Impulse.

Erwartetes Wachstum Chemieproduktion
       
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)1) Chemieproduktion
     
2013 2014 2015–2017
       
Amerika 1,5 2,5 3,0
NAFTA 1,5 2,0 3,0
Lateinamerika 3,5 4,0 4,0
EMEA 0,5 1,5 2,5
Deutschland 1,5 2,0 1,5
Westeuropa 0,0 1,0 2,0
Mittel-/Osteuropa 2,5 3,5 4,5
Asien/Pazifik 5,5 7,0 6,5
Welt 3,0 4,5 4,5
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anmerkung: Daten basieren auf Erwartungen i. W. vom Februar 2013 des IHS Global Insight.

Künftige Entwicklung der Absatzmärkte

Die globale Reifenindustrie wird unserer Prognose zufolge 2013 um insgesamt 4,5 % wachsen. Vor allem bei Ersatzreifen sollte sich die Nachfrage erholen. Für die Region Asien/Pazifik mit ihren Wachstumsmotoren China und Indien gehen wir von einem Zuwachs um 6,5 % aus. In Europa müssen wir hingegen mit einem leichten Rückgang rechnen. In Westeuropa wird sich die Abwärtsdynamik des Vorjahres mit einem Minus von 7,5 % vermutlich fortsetzen, während Mittel-/Osteuropa ein deutliches Wachstum von 7,5 % erzielen könnte. Ein lediglich marginales Wachstum von 0,5 % erwarten wir für den NAFTA-Raum.

In der Automobilindustrie ist 2013 mit einem deutlich geringeren Wachstum von nur noch 2,5 % zu rechnen. Während wir vor dem Hintergrund der schwachen konjunkturellen Entwicklung in Westeuropa mit einem starken Rückgang um rund 8,5 % kalkulieren, dürfte sich die Lage in Zentraleuropa mit einem Plus von 6,0 % verbessern. Im NAFTA-Raum gehen wir von einer Normalisierung des Wachstums auf 3,0 % aus. In Asien wird die Produktion von Automobilen voraussichtlich um 6,0 % zunehmen. China dürfte mit 10,5 % ein starkes Wachstum aufweisen, während sich in Japan die Produktion mit minus 6,0 % deutlich abschwächen sollte.

Aufgrund einer guten weltweiten Nachfrage sollte der Markt für Agrochemikalien weiterhin wachsen. Die Region mit dem stärksten Zuwachs dürfte dabei Asien mit 4,5 % sein. Europa könnte auf einem hohen Produktionsniveau weiter leicht zulegen. Die mit plus 0,5 % schwächste Entwicklung erwarten wir im NAFTA-Raum aufgrund der niedrigen Nachfrage im Jahr 2012 und entsprechend hoher Lagerbestände bei den Kunden.

Für die Bauindustrie erwarten wir global weiterhin ein moderates Wachstum. Die Krise in der Eurozone wird unserer Einschätzung nach zu einem weiteren Rückgang um 0,5 % führen. Im NAFTA-Raum sagen wir für die Bauindustrie ein leichtes Wachstum von 3,0 % voraus. Die Wachstumsschwerpunkte in dieser Branche dürften unverändert in Asien mit 7,0 % und hier insbesondere in China liegen.

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Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen
                         
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr (%)1) Reifen Automobil Agrochemikalien Bauindustrie
                         
  2013 2014 2015 – 2017 2013 2014 2015 – 2017 2013 2014 2015 – 2017 2013 2014 2015 – 2017
                         
Amerika 2,5 2,0 1,0 3,5 5,5 3,5 2,0 2,5 2,5 3,5 8,0 6,0
NAFTA 0,5 0,0 – 0,5 3,0 5,0 2,5 0,5 2,0 2,0 3,0 8,5 6,0
Lateinamerika 9,5 8,5 5,0 5,0 6,5 6,0 3,5 3,0 3,0 5,5 6,0 5,0
EMEA 0,5 1,5 2,0 – 5,5 5,0 6,5 1,0 2,0 3,0 0,5 1,5 3,0
Deutschland – 3,5 – 1,0 – 0,5 – 10,0 0,5 5,5 1,5 2,0 2,5 – 0,5 0,5 1,0
Westeuropa – 7,5 – 4,0 – 1,0 – 8,5 1,5 6,0 1,5 1,5 2,0 – 0,5 0,5 2,0
Mittel-/Osteuropa 7,5 6,0 4,0 6,0 9,0 5,0 1,0 2,5 3,0 2,0 4,0 5,0
Asien/Pazifik 6,5 8,5 7,5 6,0 10,0 7,0 4,5 5,5 5,5 7,0 6,5 5,5
Welt 4,5 5,5 5,0 2,5 7,5 6,0 3,0 4,0 4,0 3,5 5,0 4,5
1) Gerundet auf 0,5 %.
Anmerkung: Daten basieren auf Erwartungen i. W. vom Februar 2013 von IHS Global Insight, LMC und weiteren Quellen.

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