Willkommen beim Lanxess Geschäftsbericht 2012!

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Geschäftsentwicklung LANXESS Konzern

  • Leichter Umsatzanstieg um 3,6 %, im Wesentlichen aus Währungs- und Portfolioeffekten bei gegenläufiger Mengenentwicklung
  • Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik mit deutlicher Umsatzausweitung
  • EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,9 % auf 1.225 Mio. € verbessert
  • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen mit 13,5 %
    gegenüber 13,1 % im Vorjahr
  • Konzernergebnis mit 514 Mio. € leicht über Vorjahresniveau
  • Ergebnis je Aktie 6,18 € nach 6,08 € im Vorjahr
  • Unverändert solide Bilanz- und Finanzierungsstruktur
  • Net Debt Ratio von 1,3 auf 1,2 verbessert
Überblick Finanzkennzahlen    
       
in Mio. € 2011 2012 Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 8.775 9.094 3,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 2.010 2.108 4,9
EBITDA vor Sondereinflüssen 1.146 1.225 6,9
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 13,1 % 13,5 %
EBITDA 1.101 1.188 7,9
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen 826 849 2,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 776 810 4,4
EBIT-Marge 8,8 % 8,9 %
Finanzergebnis – 121 – 141 – 16,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 655 669 2,1
Konzernergebnis 506 514 1,6
Ergebnis je Aktie (€) 6,08 6,18 1,6
 

Umsatz und Ergebnis

Konzernumsatz
Grafik: Konzernumsatz

Der Umsatz des LANXESS Konzerns wuchs gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % von 8.775 Mio. € auf 9.094 Mio. €. Ein Portfolioeffekt von 2,6 %, insbesondere aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts im Vorjahr, sowie positive Beiträge aus der Währungsentwicklung in Höhe von 3,9 %, vor allem aufgrund der Entwicklung des US-Dollar, prägten dabei den Geschäftsverlauf. Gegenläufig wirkten geringere Absatzvolumina, die um 3,5 % unter dem starken Vorjahreszeitraum lagen. Die Verkaufspreise konnten gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,6 % erhöht werden.

Umsatzeffekte
Grafik: Konzernumsatz

Unser Segment Performance Polymers weitete seinen Umsatz im Berichtsjahr um 2,3 % aus. Neben der positiven Wechselkursentwicklung leistete insbesondere das von der DSM im Mai 2011 übernommene Keltan-EPDM-Geschäft einen spürbaren Beitrag zur Umsatzverbesserung. Die beiden Effekte kompensierten einen Mengenrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Absatzpreise lagen in diesem Segment auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Segment Advanced Intermediates verzeichnete ein Umsatzplus von 8,3 %. Dabei führte vor allem die anhaltend starke Nachfrage nach Agrochemikalien zu einem Anstieg der Absatzmengen. Hohe Einstandspreise für Rohstoffe konnten durch Preisanpassungen kompensiert werden und trugen ebenso wie die positive Wechselkursentwicklung zum erfreulichen Geschäftsverlauf bei.

Unser Segment Performance Chemicals weitete seine Umsätze ebenfalls aus und erzielte im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von 3,4 %. Mengenverluste wurden durch positive Wechselkurseffekte sowie eine geringfügige Anpassung der Verkaufspreise ausgeglichen. Zudem ergab sich ein positiver Portfolioeffekt aus den im Vorjahr und im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen, deren Aktivitäten den Business Units Rhein Chemie, Material Protection Products sowie Functional Chemicals zugeordnet wurden.

Umsatz nach Segmenten
         
in Mio. € 2011 2012 Veränd. in % Anteil am Konzernumsatz in %
         
Performance Polymers 5.059 5.176 2,3 56,9
Advanced Intermediates 1.545 1.674 8,3 18,4
Performance Chemicals 2.130 2.203 3,4 24,2
Überleitung 41 41 0,0 0,5
  8.775 9.094 3,6 100,0
 

In den Absatzregionen Nordamerika sowie Asien/Pazifik steigerten wir unsere Umsätze um jeweils rund 10 %. Das Segment Performance Chemicals war dabei wesentlicher Wachstumstreiber auf dem nordamerikanischen Markt, sowohl absolut als auch in relativen Größen. Die Entwicklung der Region Asien/Pazifik wurde weiterhin vom Segment Performance Polymers mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich geprägt. In den übrigen Absatzregionen lag der Umsatz nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Auftragsentwicklung

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßige, konzernweite Erwartungsrechnungen für die operativen Zielgrößen des Konzerns. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Unternehmensspezifische Frühindikatoren“.

Ein Ausweis des Auftragsbestands des Konzerns zu einem gegebenen Stichtag ist daher für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagefähig und unterbleibt an dieser Stelle.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % auf 6.986 Mio. € und damit unterproportional zum Umsatz. Das Bruttoergebnis vom Umsatz wuchs um 98 Mio. € auf 2.108 Mio. €. Die Bruttomarge verbesserte sich leicht um 0,3 % auf 23,2 %. Die schwächere Nachfrage führte zu einem entsprechenden Rückgang der Absatzmengen. Gegenläufig wirkten die im Saldo deutlich positive Entwicklung der Wechselkurse sowie Portfolioeffekte aus den im Vorjahr erworbenen Geschäften, insbesondere den Keltan-EPDM-Aktivitäten. Veränderungen in den Einstandspreisen für Rohstoffe konnten auf Konzernebene in den Markt weitergegeben werden und führten in Summe zu einem positiven Effekt auf das Bruttoergebnis. Während vor allem bei Butadien im Jahresverlauf ein Deflationseffekt zu verzeichnen war, stiegen die Preise für nahezu alle anderen strategischen Rohstoffe, unter anderem Isobutylen, Benzol, Toluol und Cyclohexan, im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutlich an. Die Auslastung der Kapazitäten lag aufgrund der sich im Jahresverlauf abschwächenden Nachfrage und der daran angepassten Bestandsführung mit rund 81 % um 5 %-Punkte unter dem Wert des Vorjahres. Dies belastete das Ergebnis mit höheren Kosten für nicht genutzte Kapazitäten.

EBITDA und operatives Ergebnis (EBIT)

Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2012 vornehmlich aufgrund von Portfolio- und Währungseffekten um 31 Mio. € auf 763 Mio. €. Der Anteil der Vertriebskosten am Umsatz erhöhte sich leicht von 8,3 % auf 8,4 %.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten wuchsen um 33,3 % auf 192 Mio. €. Sie bestätigten damit die fortgesetzte Ausweitung der Forschungsaktivitäten im Rahmen unserer LANXESS Technologieinitiative. Im Verhältnis zum Umsatz lagen sie mit 2,1 % über dem Anteil des Vorjahres von 1,6 %. Die Zahl der in diesem Bereich beschäftigten Mitarbeiter wuchs bis zum Jahresende deutlich auf 843 von 731 zum Vorjahresstichtag.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Geschäftsjahr 2012 von 325 Mio. € auf 339 Mio. €. Grund dafür waren unter anderem Portfolioeffekte aus den in der Vergangenheit akquirierten Geschäftsaktivitäten. Ihr Anteil am Umsatz blieb mit 3,7 % unverändert zum Vorjahr.

Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, verbesserte sich um 29 Mio. € auf minus 4 Mio. €. Bereinigt um Sondereinflüsse ergab sich ein um 18 Mio. € höheres sonstiges betriebliches Ergebnis. Dies resultierte unter anderem aus entfallenden Einmalaufwendungen des Vorjahres. Die Sondereinflüsse des Berichtsjahres von saldiert 39 Mio. € waren mit 37 Mio. € EBITDA-wirksam und betrafen Reorganisations- und Portfoliomaßnahmen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur. Im Vorjahr fielen Sondereinflüsse von saldiert 50 Mio. € an, die in Höhe von 45 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Auch diese standen vor allem im Zusammenhang mit Reorganisations- und Portfoliomaßnahmen.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
       
in Mio. € 2011 2012 Veränd. in %
       
Performance Polymers 768 817 6,4
Advanced Intermediates 264 305 15,5
Performance Chemicals 289 281 – 2,8
Überleitung – 175 – 178 – 1,7
  1.146 1.225 6,9
 

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen steigerten wir im Geschäftsjahr 2012 um 79 Mio. € oder 6,9 % auf 1.225 Mio. € nach 1.146 Mio. € im Vorjahr. Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf positive Wechselkurseinflüsse, die rohstoffpreisgetriebene Anpassung der Verkaufspreise sowie Portfolioeffekte, insbesondere aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts, zurückzuführen. Gegenläufige Effekte, insbesondere aus der niedrigeren Nachfrage, konnten so überkompensiert werden. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen verbesserte sich im Konzern von 13,1 % auf 13,5 %.

EBITDA und EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
Grafik: EBITDA und EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen

Unser Segment Performance Polymers steigerte das EBITDA vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahr um 6,4 %. Positive Portfolio- und Wechselkurseffekte überkompensierten den Mengenrückgang. Der positive Portfolioeffekt aus der Akquisition des Keltan-EPDM-Geschäfts im Mai 2011 wirkte zudem weiteren Kostensteigerungen, unter anderem im Bereich der Fertigung, entgegen. Im Segment Advanced Intermediates war die Ausweitung der Absatzmenge maßgeblich für die deutliche Ergebnisverbesserung um 15,5 %. Zusätzlich wurden höhere Einstandspreise für Rohstoffe vollständig in den Markt weitergegeben. Das Segment Performance Chemicals verzeichnete dagegen einen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen um 2,8 %. Eine geringe Steigerung der Einstandspreise für Rohstoffe konnte durch entsprechende Anpassungen der Verkaufspreise ausgeglichen werden. Die Ergebnisbelastung aus geringeren Absatzmengen wurde in vergleichbarer Größenordnung von der positiven Wechselkursentwicklung neutralisiert. In Summe konnte jedoch auch ein Portfolioeffekt die Kostensteigerungen, unter anderem im Bereich der Fertigung und bei Energien, nicht vollständig kompensieren, so dass das Segmentergebnis unter dem Vorjahr lag. Der leichte Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen in der Überleitung war unter anderem bedingt durch einen Anstieg der Forschungsaufwendungen aufgrund des Ausbaus der segmentübergreifenden, zentral geführten Forschungsaktivitäten. Hinzu kamen leichte Steigerungen der Personalkosten.

Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich im Berichtsjahr spürbar von 776 Mio. € auf 810 Mio. €.

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis
       
in Mio. € 2011 2012 Veränd. in %
       
Operatives Ergebnis (EBIT) 776 810 4,4
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 7 1 – 85,7
Zinsergebnis – 93 – 96 – 3,2
Sonstiges Finanzergebnis – 35 – 46 – 31,4
Finanzergebnis – 121 – 141 – 16,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 655 669 2,1
Ertragsteuern – 148 – 154 – 4,1
Ergebnis nach Ertragsteuern 507 515 1,6
davon:      
auf andere Gesellschafter entfallend 1 1 0,0
den Aktionären der LANXESS AG zustehend (Konzernergebnis) 506 514 1,6
 

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf minus 141 Mio. € nach minus 121 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis der at equity bewerteten Beteiligungen, im Wesentlichen der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), betrug 1 Mio. € nach 7 Mio. € im Vorjahr. Im Zinsergebnis lag der Zinsaufwand nahezu auf Vorjahresniveau. Entlastend wirkte, dass anteilige Fremdkapitalkosten, im Wesentlichen im Rahmen der Errichtung der neuen Butylkautschuk-Anlage in Singapur, aktiviert wurden. Der aktivierte Betrag erhöhte sich im Vorjahresvergleich und kompensierte leicht gesunkene Zinserträge. In Summe lag das Zinsergebnis mit minus 96 Mio. € um 3 Mio. € unter dem Vorjahr. Das sonstige Finanzergebnis war mit 18 Mio. € belastet durch die Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der Gevo Inc., Englewood (USA), infolge der Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Hierin sind die bisher im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Verluste von 10 Mio. € enthalten, welche im Berichtsjahr vom Eigenkapital in das Finanzergebnis umgegliedert wurden.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Aufgrund der Entwicklung des operativen Ergebnisses verbesserte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 14 Mio. € auf 669 Mio. €.

Ertragsteuern

Im Geschäftsjahr 2012 ergab sich ein Ertragsteueraufwand in Höhe von 154 Mio. € nach 148 Mio. € im Vorjahr. Die Steuerquote betrug 23,0 % gegenüber 22,6 % in der Vergleichsperiode.

Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie

Das Konzernergebnis lag mit 514 Mio. € um 8 Mio. € über dem Vorjahreswert. Auf andere Gesellschafter entfiel wie im Vorjahr ein Ergebnisanteil von 1 Mio. €.

Bei einer unveränderten Zahl umlaufender LANXESS Aktien lag das Ergebnis je Aktie mit 6,18 € um 0,10 € bzw. 1,6 % über dem Wert des Vorjahres von 6,08 €.

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