Willkommen beim Lanxess Geschäftsbericht 2012!

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Globale Vorstandsinitiative für die Sicherheit „Xact“

Unser 2011 gestartetes globales Sicherheitsprogramm „Xact“ führten wir 2012, unterstützt von unserem Partner DuPont Sustainable Solutions (DSS), mit Nachdruck fort. Im Rahmen von „Xact“ haben wir das Thema Sicherheit in 22 Elemente gegliedert, die sowohl Aspekte der Arbeitssicherheitskultur als auch der Verfahrens- und Anlagensicherheit umfassen.

In einem ersten Schritt, der im Frühjahr 2012 beendet wurde, führten wir eine standardisierte Analyse in insgesamt 22 Betrieben bzw. Standorten durch. Beteiligt waren Einheiten in Argentinien, Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Kanada, den Niederlanden und den USA; fast alle Business Units waren dabei repräsentiert. Die tiefgehende Analyse umfasste eine Bewertung der Sicherheitspraktiken sowohl aus interner Sicht als auch aus der Perspektive unserer externen Berater von DSS. Sie lieferte wertvolle Ergebnisse zur weiteren Verbesserung – insbesondere konnten wir eine Vielzahl anerkannter Sicherheitspraktiken identifizieren.

Als wesentliche Konsequenz unserer Analyse werden wir die operative Managementebene künftig noch stärker in die kontinuierliche Überprüfung der Sicherheitsstandards einbinden und ihre Verantwortung damit betonen. Zentrales Gremium zur Überwachung des Programms und der stetigen Verbesserung unseres Sicherheitsniveaus ist das LANXESS HSE Council, das unter anderem mit zwei Mitgliedern des Vorstands und drei Business-Unit-Leitern besetzt ist.

In einem nächsten Schritt unterziehen zwölf internationale „Corporate Sub-Committees“, die mit insgesamt ca. 80 erfahrenen Mitarbeitern – überwiegend aus den Business Units, aber auch aus unterstützenden Group Functions – besetzt sind, seit dem zweiten Halbjahr 2012 die globalen HSE-Standards für den LANXESS Konzern einer eingehenden Prüfung und entwickeln sie weiter. Die Corporate Sub-Committees sollen ihre Aufgabe bis Mitte 2013 abschließen.

In der Umsetzungsphase werden schließlich lokale Sub-Committees die Aufgabe übernehmen, unsere verbesserten globalen Standards auf die spezifischen Verhältnisse ihres jeweiligen Standorts anzupassen und zu dokumentieren. Gesteuert werden sie dabei von einem lokalen HSE Council. In einigen Ländern, in denen wir größere Standorte oder mehrere Gesellschaften unterhalten, wird zudem ein regionales HSE Council landesspezifische Anforderungen, beispielsweise an das Reporting, berücksichtigen. Die konsequente Anwendung und Wirksamkeit der Standards werden wir darüber hinaus mit einem systematischen Auditprogramm unterstützen. Die Implementierung wird in mehreren Phasen erfolgen. Bereits Ende 2012 haben wir an unseren Niederrheinstandorten Leverkusen, Dormagen und Uerdingen damit begonnen.

Unfälle und Ereignisse erfassen

Mithilfe eines weltweiten elektronischen Meldesystems (Incident Reporting System – IRS) erfassen wir Unfälle und Ereignisse nach einheitlichen Vorgaben. Dokumentiert werden Personen- und Transportunfälle sowie Umweltereignisse und Stillstände, beispielsweise aufgrund von Unwettern oder Streiks. Darüber hinaus berichten unsere Standorte regelmäßig über Beinaheereignisse einschließlich unsicherer Zustände und Handlungen. Wesentliche Vorkommnisse kommunizieren wir weltweit über unser Intranet und per Newsletter. Jedes Ereignis wird sorgfältig analysiert, um Maßnahmen abzuleiten, mit denen wir ähnliche Unfälle, betriebliche Störungen oder Beinaheereignisse künftig vermeiden können.

Ein Indikator für die Bewertung der Arbeitssicherheit ist die Million-Arbeitsstunden-Quote (MAQ). Diese lag im Jahr 2012 bei 3,4 gegenüber 2,7 im Jahr 2011. Unsere Analysen haben ergeben, dass gerade außerhalb Deutschlands die MAQ deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Maßgeblich hat dazu eine Anzahl von Unfällen in unserer Chromerzmine in Südafrika beigetragen, die durch die internationale Harmonisierung unserer Berichtsstrukturen und Beschäftigtenverhältnisse statistisch an Relevanz gewonnen hat. Zudem sorgt unser globales Sicherheitsprogramm „Xact“ für eine stärkere Präsenz des Themas Arbeitssicherheit. Die damit gestiegene Sensibilität unserer Mitarbeiter für Arbeitsunfälle und deren Auswirkungen spiegelt sich in einer verbesserten Meldekultur wider. Wir erwarten, dass die MAQ in den nächsten Jahren, nach Umsetzung weiterer Maßnahmen, wieder sinken wird.

Arbeitsunfälle von LANXESS Mitarbeitern mit Ausfalltagen (MAQ)
Grafik: Arbeitsunfälle von LANXESS Mitarbeitern mit Ausfalltagen (MAQ)

Trotz unserer intensiven Anstrengungen auf dem Gebiet der Anlagen- und Verfahrenssicherheit sowie beim Arbeitsschutz hatten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Arbeitsunfälle mit Todesfolge zu beklagen. Die Unfälle ereigneten sich beide in Südafrika: zum einen in unserer Chromerzmine in Rustenburg an einer Untertageförderanlage, zum anderen bei Instandhaltungsarbeiten in unserer Produktionsanlage zur Herstellung von Kautschukchemikalien am Standort Isithebe. Wir nahmen die Chromerzmine daraufhin vorübergehend außer Betrieb. Der Unfallhergang wurde umfassend untersucht und die Förderanlagen mit entsprechend angepassten Sicherheitsvorrichtungen versehen. In der Kautschukchemikalien-Anlage wurden unter Einbeziehung von Experten aus deutschen Schwesterbetrieben mögliche Schwachstellen identifiziert.

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