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(28) Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Der Berechnung liegen landesspezifische Steuersätze zugrunde.

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt:

Ertragsteuern nach Herkunft
     
in Mio. € 2011 2012
     
Laufende Steuern – 129 – 118
Latente Steuern    
aus temporären Differenzen 13 – 61
aus gesetzlichen Steuersatzänderungen – 1 0
aus Verlustvorträgen – 31 25
Ertragsteuern – 148 – 154
 

Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres 2012 von 154 Mio. € (Vorjahr: 148 Mio. €) unterschied sich um 57 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €) von dem erwarteten Steueraufwand von 211 Mio. € (Vorjahr: 206 Mio. €).

Für die Berechnung des erwarteten Konzernsteueraufwands wird der für die deutschen Gesellschaften zusammengefasste unveränderte Ertragsteuersatz von 31,5 % herangezogen. Er umfasst einen Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Körperschaftsteuer) sowie die Gewerbesteuer.

In der nachfolgenden Aufstellung wird das erwartete Steuerergebnis in das effektiv ausgewiesene Steuerergebnis übergeleitet:

Überleitung tatsächliches Steuerergebnis
     
in Mio. € 2011 2012
     
Ergebnis vor Ertragsteuern 655 669
Ertragsteuersatz der LANXESS AG 31,5 % 31,5 %
Erwartetes Steuerergebnis – 206 – 211
Besteuerungsunterschied aufgrund von Differenzen zwischen lokalen Steuersätzen und dem hypothetischen Steuersatz 75 55
Steuerminderungen aufgrund    
steuerfreier Erträge sowie Reduzierung steuerlicher Bemessungsgrundlagen 7 8
Nutzung nicht bilanzierter Verlustvorträge 25 0
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen – 5 – 11
Sonstige Steuereffekte – 44 5
Tatsächliches Steuerergebnis – 148 – 154
Effektiver Steuersatz 22,6 % 23,0 %
 

Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt:

Latente Steuerabgrenzungen
         
in Mio. € 31.12.2011 31.12.2012
         
  Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
         
Immaterielle Vermögenswerte 7 40 14 55
Sachanlagen 4 146 3 160
Vorräte 38 4 27 3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5 39 2 44
Pensionsrückstellungen 98 0 153 0
Sonstige Rückstellungen 110 0 98 11
Verbindlichkeiten 49 11 39 3
Verlustvorträge 50 69
  361 240 405 276
davon langfristig 159 214 239 237
Saldierung – 165 – 165 – 194 – 194
  196 75 211 82
 

Die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ergibt sich folgendermaßen:

Veränderung latenter Steuerabgrenzungen
     
in Mio. € 2011 2012
     
Latente Steuerabgrenzungen zum 1. Januar 130 121
Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung – 19 – 36
Veränderungen Konzernkreis – 31 – 7
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern 41 53
Währungsänderungen 0 – 2
Latente Steuerabgrenzungen zum 31. Dezember 121 129
 

Die im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Ertragsteuern entfallen mit 71 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €) auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Effekte aus der Berücksichtigung der Obergrenze von Vermögenswerten sowie Mindestdotierungsverpflichtungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen und mit –18 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €) auf Finanzinstrumente.

Latente Steueransprüche in Höhe von 16 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) beziehen sich auf Steuerrechtskreise, in denen im Geschäftsjahr 2012 oder im Vorjahr Verluste angefallen sind. Der LANXESS Konzern hat diesbezüglich Steuerplanungsrechnungen berücksichtigt bzw. übliche und realisierbare Steuerstrategien in Erwägung gezogen.

Von den gesamten Verlustvorträgen sind auf Basis der Steuerplanungsrechnungen und -strategien auf steuerlich voraussichtlich realisierbare Beträge von 225 Mio. € (Vorjahr: 164 Mio. €) aktive latente Steuern in Höhe von 69 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €) angesetzt.

Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 182 Mio. € (Vorjahr: 206 Mio. €) wurden keine latenten Steuern gebildet. Hiervon sind 154 Mio. € (Vorjahr: 195 Mio. €) theoretisch länger als fünf Jahre nutzbar. Es wurden im Geschäftsjahr 2012 auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 63 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Insofern blieben aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 49 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €) sowie aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 22 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €) unberücksichtigt.

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