Willkommen beim Lanxess Geschäftsbericht 2012!

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(13) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im LANXESS Konzern bestehen für die meisten Mitarbeiter auf Basis gesetzlicher Vorgaben oder vertraglicher Vereinbarungen Zusagen auf Altersversorgungsleistungen, die im Rahmen von beitrags- und leistungsorientierten Plänen erbracht werden.

Bei den beitragsorientierten Plänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an externe Versorgungsträger, die als Aufwand des jeweiligen Jahres in den Funktionsbereichen und damit im operativen Ergebnis Berücksichtigung finden. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen in der Regel keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die Beiträge im Konzern auf insgesamt 54 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €).

Der über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Altersversorgungsplan wird ebenfalls als beitragsorientierter Plan im Konzernabschluss berücksichtigt. In den oben genannten Beträgen sind die Beiträge an die Bayer-Pensionskasse in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr: 21 Mio. €) enthalten.

Bei der Bayer-Pensionskasse handelt es sich um eine rechtlich selbstständige, private Versicherungsgesellschaft, die dem Versicherungsaufsichtsgesetz unterliegt. Da die Verpflichtung der Trägerunternehmen nicht auf die Zahlung der Beiträge des Geschäftsjahres beschränkt ist, liegt ein leistungsorientierter gemeinschaftlicher Versorgungsplan mehrerer Arbeitgeber vor, der grundsätzlich anteilig als leistungsorientiertes Altersversorgungssystem (Defined Benefit Plan) zu bilanzieren ist.

Die Finanzierung der Bayer-Pensionskasse erfolgt nicht auf Grundlage der individuellen Anwartschaftsdeckung, sondern nach dem sogenannten Bedarfsdeckungsverfahren. Bei diesem Verfahren wird die grundlegende versicherungsmathematische Äquivalenzbetrachtung, nach der die Summe aus vorhandenem Vermögen und dem Barwert der zukünftigen Beiträge mindestens dem Barwert der zukünftigen Leistungen entsprechen muss, nicht auf Ebene des einzelnen versicherten Risikos, sondern auf Ebene des Gesamtbestandes durchgeführt. Somit ist der LANXESS Konzern auch den versicherungsmathematischen Risiken der anderen Trägerunternehmen der Bayer-Pensionskasse ausgesetzt. Im Ergebnis ist die stetige und verlässliche Grundlage für die Zuordnung der Verpflichtung, des Planvermögens und der Kosten nicht gegeben, die für eine Defined-Benefit-Bilanzierung nach IAS 19 erforderlich ist. Informationen hinsichtlich einer Über- oder Unterdeckung, aus denen Abschätzungen über Auswirkungen auf die zukünftigen Beitragszahlungen abgeleitet werden können, liegen nicht vor. Entsprechend wird der über die Bayer-Pensionskasse finanzierte Versorgungsplan nicht als leistungsorientierter Plan, sondern wie ein beitragsorientierter Plan bilanziert.

Die Bayer-Pensionskasse übernimmt etwaige Rentenanpassungen entsprechend § 16 BetrAVG, soweit ihr die dafür geschäftsmäßig erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Rentenanpassungsverpflichtungen, die die Bayer-Pensionskasse voraussichtlich nicht übernimmt, werden in einem separaten Defined Benefit Plan bilanziert.

Bei den auf gesetzlichen Vorgaben basierenden Leistungsplänen handelt es sich im Wesentlichen um Leistungsverpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die in Form eines Kapitalbetrags erbracht werden. Die Leistungshöhe ergibt sich überwiegend in Abhängigkeit von der Dienstzugehörigkeit und dem zuletzt bezogenen Gehalt.

Bei den auf vertraglichen Regelungen basierenden Leistungsplänen handelt es sich im Wesentlichen um lebenslange Rentenleistungen, die im Falle der Invalidität, des Todes und bei Erreichen der Altersgrenze erbracht werden. Die Leistungshöhe bestimmt sich überwiegend aus der Beschäftigungsdauer und dem Gehalt der Mitarbeiter.

Neben Zusagen auf Rentenleistungen bestehen bei amerikanischen Konzerngesellschaften Erstattungsverpflichtungen für Krankheitskosten der Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand, die aufgrund ihres Versorgungscharakters ebenfalls Bestandteil der Pensionsrückstellungen sind.

Die Finanzierung der Leistungszusagen erfolgt sowohl intern über Rückstellungen als auch extern über rechtlich selbstständige Pensionsfonds. Die Leistungszusagen in Deutschland werden teilweise über den LANXESS Pension Trust e.V., Leverkusen, (CTA) gedeckt.

Die in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Leistungspläne entspricht dem Barwert des am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung künftiger Steigerungen erdienten Anteils an der Versorgungsleistung (Defined Benefit Obligation) abzüglich des am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerts des externen Planvermögens, angepasst um nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand sowie für das Unternehmen nicht realisierbare Vermögenswerte und Mindestdotierungsverpflichtungen. Die Defined Benefit Obligation wird in regelmäßigen Abständen von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Ein Zeitraum von drei Jahren wird dabei nicht überschritten; für alle bedeutenden Versorgungspläne werden umfassende versicherungsmathematische Untersuchungen in der Regel jährlich durchgeführt. Die Zinssätze zur Ermittlung der Barwerte entsprechen im Regelfall denen von laufzeitkongruenten erstklassigen Industrieanleihen.

Insgesamt ergeben sich im Geschäftsjahr 2012 aus den leistungsorientierten Plänen Aufwendungen in Höhe von 54 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €). Hiervon werden die Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die Effekte aus Plankürzungen, Planabgeltungen und Desinvestitionen in Höhe von 37 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €) im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche sowie die erwarteten Erträge aus der Vermögensanlage in Höhe von 17 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) werden im Finanzergebnis berücksichtigt.

Für die Versorgungspläne setzen sich die Kosten wie folgt zusammen:

Kosten Versorgungspläne
         
in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
         
  2011 2012 2011 2012
         
Aufwand für im Geschäftsjahr erdiente Versorgungsansprüche 22 26 7 11
Aufwand für in Vorjahren erdiente Versorgungsansprüche 1 0 0 0
Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche 89 94 7 7
Erwartete Erträge aus der Vermögensanlage – 87 – 84 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 1
Plankürzungen/-abgeltungen und Desinvestitionen 8 – 1 0
  33 35 14 19
 

Die Überleitung der Versorgungsverpflichtung zur Nettoposition der bilanziellen Vermögenswerte und Rückstellungen ermittelt sich wie folgt:

Überleitung zur Nettoposition zum 31.12.
         
in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
         
  2011 2012 2011 2012
         
Anwartschaftsbarwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 1.347 1.579 6 8
Externes Planvermögen – 1.156 – 1.146 – 4 – 4
Unterdeckung 191 433 2 4
Anwartschaftsbarwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungszusagen 187 275 120 117
Anpassungsbetrag aufgrund von nicht realisiertem nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand – 1 – 1 0 0
Berücksichtigung der Obergrenze für Vermögenswerte sowie Mindestdotierungsverpflichtungen 95
Nettoposition der Rückstellungen und bilanziellen Vermögenswerte 472 707 122 121
In der Bilanz ausgewiesene Beträge        
Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen – 85 – 64
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 557 771 122 121
Nettoposition 472 707 122 121
 

Die in der Bilanz erfasste Nettoschuld ist in den folgenden Bilanzposten enthalten:

Bilanzieller Ausweis der Nettoposition zum 31.12.
     
in Mio. € 2011 2012
     
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 679 892
Sonstige langfristige Vermögenswerte – 85 – 64
Nettoposition 594 828
 

Die Entwicklung der Versorgungsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

Entwicklung der Verpflichtung zum 31.12.
         
in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
         
  2011 2012 2011 2012
         
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen        
Versorgungsverpflichtung zu Beginn des Jahres 1.419 1.534 125 126
Aufwand für im Geschäftsjahr erdiente Versorgungsansprüche 22 26 7 11
Aufwand für in Vorjahren erdiente Versorgungsansprüche 1
Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Versorgungsansprüche 89 94 7 7
Arbeitnehmerbeiträge 2 2
Planabgeltungen – 34 – 4
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 137 307 1 – 4
Gezahlte Versorgungsleistungen – 74 – 69 – 13 – 12
Akquisitionen/Desinvestitionen 0 4
Plankürzungen 0 0 0
Währungsänderungen – 28 – 40 – 1 – 3
Versorgungsverpflichtung zum Ende des Jahres 1.534 1.854 126 125
 
Entwicklung des Planvermögens zum 31.12.
         
in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
         
  2011 2012 2011 2012
         
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert        
Planvermögen zu Beginn des Jahres 1.105 1.156 3 4
Erwartete Erträge aus der Vermögensanlage 87 84 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 52 – 15 0 0
Akquisitionen/Desinvestitionen 0 1
Planabgeltungen – 42 – 3
Arbeitgeberbeiträge 48 20 1 1
Arbeitnehmerbeiträge 2 2
Gezahlte Versorgungsleistungen – 57 – 51 0 – 1
Währungsänderungen – 39 – 48 0 0
Planvermögen zum Ende des Jahres 1.156 1.146 4 4
 

Die Arbeitgeberbeiträge enthalten sowohl externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche für zu leistende Rentenzahlungen zustehen, wie auch externe Ausfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen.

Externe Ausfinanzierungen, bei denen die späteren Rentenzahlungen direkt aus dem externen Pensionsvermögen erfolgen, wurden in Höhe von 21 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) getätigt. Darüber hinaus wurden im Vorjahr externe Ausfinanzierungen, bei denen LANXESS Erstattungsansprüche zustehen (CTA), in Höhe von 30 Mio. € geleistet.

Eine verlässliche Schätzung der Beiträge des Arbeitgebers für das folgende Geschäftsjahr in die leistungsorientierten Versorgungspläne ist nicht möglich. Sie hängen insbesondere von zukünftigen Entscheidungen der Unternehmensführung und dem regulatorischen Umfeld des jeweiligen Landes ab.

Die außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie die im sonstigen Ergebnis erfassten Auswirkungen der Berücksichtigung der Obergrenze für Vermögenswerte sowie Mindestdotierungsverpflichtungen betragen:

Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge im Geschäftsjahr
         
in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
         
  2011 2012 2011 2012
         
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste – 85 – 322 – 1 5
Berücksichtigung der Obergrenze für Vermögenswerte sowie Mindestdotierungsverpflichtungen – 10 95
  – 95 – 227 – 1 5
 

Die im Geschäftsjahr 2012 oder in früheren Perioden im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf – 693 Mio. € (Vorjahr: – 385 Mio. €).

Die entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind folgenden Kategorien zuzuordnen:

Kategorisierung der Abweichungen zum 31.12.
                     
in Mio. € Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
                     
  2008 2009 2010 2011 2012 2008 2009 2010 2011 2012
                     
Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ertrag des Planvermögens – 50 15 5 52 – 15 0 0 0 0 0
Abweichungen der Erwartungswerte von der Realität – 26 36 – 54 – 39 – 17 0 – 2 4 4 5
Anpassungen aufgrund veränderter Bewertungsannahmen 90 – 81 – 134 – 98 – 290 6 – 6 – 6 – 5 – 1
Gesamter versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust des Geschäftsjahres 14 – 30 – 183 – 85 – 322 6 – 8 – 2 – 1 4
 

Abweichungen der Erwartungswerte von der Realität sind Verpflichtungsänderungen, die sich aus den Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung im Geschäftsjahr ergeben. Im Gegensatz dazu spiegeln die Anpassungen aufgrund veränderter Bewertungsannahmen die Abweichungen in der Verpflichtung wider, die sich aus der Differenz zwischen den am Jahresanfang und den am Jahresende unterstellten Bewertungsannahmen ergeben.

Der Anstieg der Anpassungen aufgrund veränderter Bewertungsannahmen ist überwiegend auf das weltweit gesunkene Rechnungszinsniveau in den für LANXESS wesentlichen Ländern mit Pensionsverpflichtungen zurückzuführen.

Der tatsächliche Ertrag des externen Planvermögens belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 69 Mio. € (Vorjahr: 139 Mio. €).

Bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs und der Bestimmung des Versorgungsaufwands wurden folgende gewichtete Parameter zugrunde gelegt:

Bewertungsannahmen zum 31.12.
         
in % Leistungszusagen Pensionen Leistungszusagen Übrige
         
  2011 2012 2011 2012
         
Rechnungszinsfuß 6.2 5.1 5.7 4.9
Erwartete Einkommensentwicklung 3.6 3.6 3.8 3.7
Erwartete Rentenentwicklung 2.1 2.4
Erwartete Erträge aus Planvermögen 7.8 7 5.8 5.6
Erwartete Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung 8.4 7.9
Erwartete langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung 5.5 5.3
 

Die Gewichtung des Rechnungszinsfußes erfolgt unter Einbezug aller Pensionspläne anhand der jeweiligen Planverpflichtung am Jahresende. Im Gegensatz dazu gehen in die Gewichtung des Prozentsatzes für die erwarteten Erträge aus Planvermögen nur Pensionspläne mit zugehörigem Planvermögen ein. Die Gewichtung wird auf Basis des jeweiligen Planvermögens am Jahresende vorgenommen. Zudem spiegeln sich in den gewichteten Bewertungsannahmen die länderspezifischen Unterschiede wider.

Als biometrische Grundlagen wurden für die Bewertung der inländischen Versorgungsverpflichtungen die Richttafeln Heubeck 2005 G verwendet; bei den ausländischen Konzerngesellschaften wurden aktuelle landesspezifische biometrische Annahmen zugrunde gelegt. Die verwendeten Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt.

Aufgrund der Erosion der bisherigen Datenbasis bei laufzeitkongruenten erstklassigen Industrieanleihen durch Ratingherabstufungen wurden zur Ableitung des Pensionszinssatzes im Inland die Auswahlkriterien für die Datenbasis und das Extrapolationsverfahren angepasst. In die Datenbasis gehen zukünftig erstklassige Industrieanleihen ein, die von mindestens einer der drei großen Ratingagenturen eine „AA“-Ratingeinschätzung erhalten haben. Der auf dieser Datenbasis ermittelte Zinssatz liegt um 25 Basispunkte höher als der Zinssatz, der sich unter Berücksichtigung der bisherigen Auswahlkriterien und des bisherigen Extrapolationsverfahrens ergeben hätte. Zum Bilanzstichtag ist hierdurch der Barwert der Verpflichtungen für Leistungszusagen Pensionen um 48 Mio. € geringer angestiegen. Die Auswirkungen auf die Kosten für Versorgungszusagen zukünftiger Geschäftsjahre entwickeln sich gegenläufig und sind im Einzelnen wie im Gesamten unwesentlich.

Der Rechnungszinsfuß zur Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte ist abgeleitet aus den Renditen laufzeitkongruenter erstklassiger Industrieanleihen. Eine Erhöhung des angegebenen Rechnungszinsfußes um 0,5 %-Punkte hätte eine Reduzierung der Versorgungsverpflichtung für Pensionszusagen von 141 Mio. € (Vorjahr: 105 Mio. €) und für die sonstigen Leistungszusagen von 6 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) zur Folge. Im Falle einer Verminderung des angegebenen Rechnungszinsfußes um 0,5 %-Punkte ergäbe sich eine Erhöhung der Versorgungsverpflichtung für Pensionen um 156 Mio. € (Vorjahr: 111 Mio. €) und für die sonstigen Versorgungsverpflichtungen um 6 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €).

Es wird erwartet, dass die langfristige Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung in ca. elf Jahren erreicht wird.

Eine Erhöhung bzw. eine Verringerung der Annahme bzgl. der erwarteten langfristigen Kostensteigerung im Bereich der medizinischen Versorgung um 1 %-Punkt hätte bei ansonsten konstanten Annahmen eine Erhöhung bzw. eine Verringerung des Barwerts der Versorgungsverpflichtung von 8 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) zur Folge. Die Kosten für die medizinischen Versorgungspläne würden sich nicht wesentlich erhöhen bzw. verringern.

Das Planvermögen setzt sich folgendermaßen zusammen:

Vermögensaufteilung zum 31.12.
     
in % des Planvermögens 2011 2012
     
Festverzinsliche Wertpapiere 58,1 61,0
Aktien 25,7 26,7
Immobilien 2,0 2,3
Sonstiges 14,2 10,0
  100,0 100,0
 

Die erwartete Rendite für jede Kategorie der Vermögenswerte wurde unter Berücksichtigung allgemein zugänglicher sowie interner Kapitalmarktstudien und -prognosen ermittelt. Der erwartete Ertrag der festverzinslichen Wertpapiere orientiert sich an der Fristigkeit des gehaltenen Wertpapierportfolios und der hierfür erreichbaren Rendite am Bilanzstichtag. Der erwartete Ertrag aus Aktien spiegelt die langfristige Renditeerwartung des zugrunde liegenden Aktienportfolios wider.

Die Versorgungsverpflichtung und die Vermögenswerte stellen sich zum angegebenen Jahresende wie folgt dar:

Finanzierungsstatus zum 31.12.
           
in Mio. € 2008 2009 2010 2011 2012
           
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 1.049 1.231 1.544 1.660 1.979
Externes Planvermögen – 668 – 879 – 1.108 – 1.160 – 1.150
Unterdeckung 381 352 436 500 829
 

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